tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200713. Nov. 2016 ·
Prolog:
Als erstes ein kleines Outing. Ich war mehr als zehn Jahre lang heimliche Beifahrerin oder auch blinde Passagierin bei Euren diversen Reiseberichten aus allen Ecken Afrikas! Jetzt ist es raus…ach das tat gut. 🙂
Um ein auch mal ein klein wenig zurückzugeben an das hilfreiche Forum, folgt nun der Bericht von unserem Mädelstrip nach Tansania und Ruaha. Anfang des Jahres konnte ich es kaum fassen, dass meine beste Freundin Interesse bekundete nach ihren sonstigen Pauschal-Badeurlauben auch mal Afrika kennenzulernen. Nach unzähligen Erzählungen und Schwärmereien von meinen letzten Reisen dorthin, hatte ich sie anscheinend endlich genügend weichgekocht. 😄 Yippie!!! Afrika wir kommen. 😁 Die Überzeugungskunst hat zwar noch nicht ganz zu meiner bevorzugten Reiseart – selbst fahren und Camping mit Dachzelt – gereicht, aber eine Reise mit festen Unterkünften kann zur Abwechslung ja auch sehr nett und vor allem bequem sein. Nicht selbst kochen, nicht selbst einkaufen, nicht selbst Reifen wechseln. Hach, welch unverschämter Luxus nach dem Camperleben der letzten Urlaube. (Obwohl mir zugegebenermaßen nicht selbst Autofahren zu können und einsame Campingplätze inmitten der Natur, dann doch dann und wann etwas gefehlt haben unterwegs…)
Da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, haben wir seit Anfang des Jahres fleißig geplant und die Flüge und einzelnen Unterkünfte einfach ganz individuell nach Lust und Laune selbst gebucht. Wir wollten nämlich auf jeden Fall keine Gruppenreise und auch keinen permanenten Fahrer, der uns durchs Land kutschiert. Dem wären von unserer vielen Quatscherei bestimmt auch die Ohren abgefallen unterwegs. 😉
Da wir bei nur 13 Tagen Urlaub insgesamt an den einzelnen Stationen gemütlich Zeit haben wollten, haben wir uns für ein paar Tage Badeurlaub in der Nähe von Daressalam zum Einstieg, 5 Tage Safari im Ruaha NP und 5 Tage Sansibar entschieden. Safaris in zwei unterschiedlichen Nationalparks gab das Budget dieses Jahr nicht her. Tansania ist leider deutlich teurer als Südafrika oder Namibia. Zwischen den einzelnen Stationen gab es Inlandsflüge (mit der recht preisgünstigen Fluglinie Auric Air) um von A nach B zu kommen. Am Flughafen wurden wir dann vom Fahrer/in der Unterkunft abgeholt. Das hat übrigens viel besser geklappt als erwartet. Nämlich afrikauntypisch total perfekt und super pünktlich 🙂
Hier nun aber mal unsere Stationen/Unterkünfte vom 03.09. bis 16.09.16 im Kurzüberblick:
3 Nächte: Lighthouse Beach Lodge / South Beach Daressalam 5 Nächte: Tandala Camp / wenige Kilometer außerhalb Ruaha NP 2 Nächte: Kholle House / Stone Town, Sansibar 3 Nächte: Pongwe Beach Lodge / Ostküste Sansibar
So, anschnallen - wie es hier immer so schön heißt 😎 - und los geht’s… Hier noch ein Bild von uns Zweien, damit Ihr wisst, bei wem Ihr einsteigt
Applegreen1’796 Beiträge · seit 201413. Nov. 2016 ·
Sehr schön, liebe Kristina,
ich mache es mir bei Euch Mädels dann mal gemütlich 🙂
Bin schon sehr gespannt auf Eure Erlebnisse und wie es Deiner Freundin als Afrika-Neuling so gefallen hat....
Übrigens sehr witzig- hatte ich doch am Wochenende Besuch von meiner liebsten Freundin, die bislang auch nur Pauschal-Badeurlaube bevorzugt hat. Heute haben wir tatsächlich beschlossen einen gemeinsamen Afrika-Einstieg für sie in Kürze in Angriff zu nehmen 😎 Allerdings fangen wir mal mit der Gardenroute an 🤪 😗
Liebe Grüße und schon mal Danke fürs Berichten! Sabine
In den Ruaha komme ich natürlich mit. Ein Traum und einer der schönsten Parks, die wir bisher in Afrika besuchen durften. Ich hoffe eines Tages am Mwagusi River ein Zelt aufschlagen zu dürfen. Zanzibar ist im Moment a bit out of focus. Vielleicht später mal.
LG Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200713. Nov. 2016 ·
Liebe Sabine, liebe Christa,
schön, dass ihr auch dabei seid bei der Mädelstruppe. 🙂 Aber es sind natürlich auch die Herren hier im Forum ganz herzlich eingeladen dabei zu sein!
@Sabine: Na, das ist ja echt witzig, dass Deine beste Freundin sich auch gerade entschieden hat, dass erste Mal Afrika mit Dir zu bereisen. 😄 Ich wünsche Euch ganz viel Spaß auf der schönen Gardenroute! Wenn es ihr so geht wie meiner Freundin, wird sie danach nie wieder Pauschalurlaube machen wollen. 😎
@ Christa: ich fand den Ruaha auch wunderschön! Auf jeden Fall (zusammen mit dem South Luangwa Park und dem KTP) nach dieser Reise einer meiner Lieblingsparks in Afrika.
Liebe Grüße Kristina
So und nun endlich Tag 1. Sorry, hat doch noch etwas gedauert.
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200713. Nov. 2016 ·
03.09.16 Flug nach Daressalam und Schreck in der Abendstunde
Ohje, der Wecker klingelt sooooo früh. Igitt, halb 5, gar nicht meine Zeit…Normalerweise hätte ich als bekennende Nachteule mit funktionierenden Biorhythmus erst ab frühestens 10 Uhr jeden erschlagen, der mich um die Zeit wachmacht. Aber doch nicht heute…denn heute geht es nach Afrika. 🙂 Dafür wird jede noch so mühselige Mühe in Kauf genommen und schon mal etwas üben, damit man vor der Safari in aller Herrgottsfrühe aus dem Bettchen kommt, ist ja auch von Vorteil.
Meine Freundin Serap hat es zum Glück auch geschafft und so treffen wir uns – wegen der frühen Stunde etwas wortkarger als sonst - im Stadtbus, der uns in nur 13 Minuten zum Flughafen Düsseldorf bringt. Immer wieder super, so nah dran am Flughafen zu wohnen. Schon bald sitzen wir im Flieger nach Zürich, wo es nach kurzer Umsteigezeit pünktlich mit der Swiss weiter in Richtung Sehnsuchtsziel Tansania geht. Das erste Mal Ostafrika für mich, daher bin ich schon sehr gespannt. Und umso mehr, ob ich Serap am Ende auch anstecken kann mit dem Afrika-Virus…
Einziges nennenswertes Ereignis im Flieger ist die Begegnung mit einem jungen Rapper, der uns unbedingt eine DVD von sich schenken und ein Bild mit uns machen möchte. Wie kommt der bloß auf uns? Zumal wir drei Reihen vor ihm Sitzen. Naja, egal, wir haben ja außer lesen, Filme gucken und Quatschen sowieso gerade nichts vor…Somit lassen wir uns breitschlagen und posieren fürs erste gemeinsame Selfie des Urlaubs.
Nach kurzem Zwischenstopp in Nairobi mit reichlich Passagierwechsel, landen wir abends gegen 21 Uhr geschafft von der anstrengenden Reise endlich in Daressalam. Im Gegensatz zum Trip nach Botswana/Sambia 2009 ist zum Glück auch der Koffer mit angekommen. Juhuu! 😄 Nach der Horrorerfahrung von drei Wochen Afrika ohne Koffer für mich immer wieder ein banger Moment der Anspannung am Rollband zu warten, bis endlich das ersehnte Gepäck dabei ist.
Total Happy stellen wir anschließend fest, dass wir vom Fahrer der Lighthouse Beach Lodge am Flughafenausgang mit einem Namensschildchen erwartet werden. Na super, das klappt ja wie am Schnürchen. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Denken wir…. und ahnen noch nicht, dass uns der größte Schreck des Tages noch bevorsteht an diesem späten Abend. Wir sind nun schon reichlich müde und freuen uns auf das Bett in der Lodge.
Nach kurzer Fahrtzeit in Daressalam stehen wir plötzlich am Eingang zu einem Fähranleger. Der Fahrer erklärt kurz, dass wir eine Autofähre nehmen müssen, um zur Lodge am South Beach weiterzukommen. Na meinetwegen. Da fängt der Fahrer plötzlich an mit den Uniformierten an der Fährkasse lautstark in Landessprache zu diskutieren. Diese zeigen recht unfreundlich auf uns. Unser Fahrer teilt uns daraufhin mit, dass wir leider auf Anweisung der Beamten sofort aussteigen müssen, da nur der Fahrer selbst im Wagen bleiben darf. Wir müssten separat mit den anderen Fußgängern auf die Fähre gehen und uns dafür noch selbst ein Ticket kaufen. Wir könnten alles im Auto lassen und er würde dann auf der Fähre auf uns warten.
Schicksalsergeben und reichlich müde steigen wir an der Kasse aus. Er drückt er uns noch je 1000 Tansanische Schillinge für das Ticket in die Hand und braust davon. Wir zahlen und begeben uns in den Wartebereich für die Fähre. Etwas mulmig ist uns schon, so spät abends an dem dunklen Fähranleger. Es warten bereits hunderte von anderen. Wir sind die einzigen Weißen, man sieht keinerlei andere Touristen und nur wenige, kopftuchtragende Frauen. Selbstverständlich fallen wir daher auf und werden von allen Seiten beäugt. Meine Freundin, die noch nie in Afrika war, fühlt sich total unwohl. So richtig gut, finde ich die Situation auch nicht und rate ihr daher sich möglichst nichts anmerken zu lassen. Es geht ja einigermaßen voran und wir sind bald auf der Fähre…
Nachdem wir endlich ganz vorne sind, wird trotz unserer Proteste direkt vor uns das Gatter zu gemacht. Die Fähre hupt nochmal kurz und fährt kurzerhand ohne uns ab. Das Auto mitsamt unserem Fahrer ist ganz offensichtlich mitgefahren, denn ein Auto wartet nicht mehr. Wir haben das Gefühl im falschen Film zu sein. So haben wir uns den ersten Abend in Afrika nicht vorgestellt. Spätabends und vor allem ohne Tasche und Geld an einem gruseligen Fähranleger zu warten. Immerhin können wir jedenfalls nicht bestohlen werden, da wir wirklich überhaupt nichts dabeihaben. Mist, wirklich gar nichts, noch nicht mal einen Pass...ist dann die zweite Überlegung. Je später der Abend, desto mehr machen wir uns Sorgen und desto schrecklichere Dinge fallen uns ein. Sollte unser Fahrer die günstige Gelegenheit nutzen und mit all unseren Habseligkeiten verschwinden, stecken wir ganz schön in der Tinte. Ohje, warum waren wir so blöd, noch nicht einmal unseren Rucksack mit dem Notwendigsten mitzunehmen. So langsam verlieren wir die Nerven. Die Wartezeit fühlt sich unendlich langsam an und als wir gerade überlegen, dass wir uns mit dem Verkauf von Seraps Uhr evtl. bis zur Deutschen Botschaft durchschlagen könnten, kommt ENDLICH die Fähre zurück. Die Fahrt ist ebenfalls unheimlich. Eingequescht auf der düsteren Fähre direkt zwischen wartenden Autos und einheimischen Männern die einen beäugen, fühlen wir uns doch reichlich hilflos. Sollte der Fahrer nicht auf der anderen Seite warten…ja dann ist der Trip wohl schon am ersten Tag zu Ende. Wo wir dann schlafen sollen, wage wir zwei Angsthasen uns kaum auszumalen. 😵
Die Erleichterung ist riesengroß als wir kurz nach dem Anlegen unseren seelenruhig lächelnden Fahrer entdecken. 😗 Na alles klar, fragt er, als wäre das alles völlig selbstverständlich. Ist es ja auch, für ihn. Für uns war das ein bisschen zu viel Nervenkitzel zur späten Abendstunde und für den ersten Tag…Nach mehr als einer Stunde Fahrt - erst auf einer Asphaltstraße, dann längere Zeit auf rumpeligen Schotterstraßen - erreichen wir gegen kurz vor Mitternacht endlich die einsam gelegene Lighthouse Beach Lodge. Der Manager hatte zwischendurch auch schon beim Fahrer angerufen, weil er sich Sorgen gemacht hatte, wo wir denn bleiben. Schön, dass immerhin einer sich Sorgen gemacht hat. Unser Fahrer ja offensichtlich nicht. Grummel. 😣 Ob wir noch Abendessen wollen, werden wir dann zu so später Stunde noch freundlich gefragt. Wir haben jedoch keinen Hunger mehr, wollen einfach nur noch schlafen…Die zwei folgenden Tage Relaxen am Strand haben wir uns nun wirklich mehr als verdient.
Ab morgen gibt es übrigens weniger Text und mehr Fotos, versprochen!
Hier noch Bilder von unserem schönen Bungalow „Village Palace“, wo wir nach dem unfreiwilligen Abenteuer mit der Fähre sofort tief und fest eingeschlafen sind.
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200713. Nov. 2016 ·
Liebe Annick,
toll, dass Du auch dabei bist in Tansania! 🙂 Tandala war wirklich ein Traum. Darauf bin ich übrigens auch durch Reiseberichte und Bilder aus dem Forum gekommen. Hat sich absolut gelohnt und war vor allem auch nicht so furchtbar teuer, wie die Unterkünfte im Park, da wir ja diesmal nicht campen wollten.
Tansania, dann noch Ruaha/Tandala - da muss ich unbedingt mit. Einiges kommt mir jetzt schon bekannt: Solltest Du meinen RB von 2013 gelesen haben, wirst Du wissen, dass wir auch an der Fähre aussteigen mussten, aber nur einmal, als wir mit Fahrer da waren*. Wir waren aber schneller als unser Fahrer/Auto und haben deshalb eine Fähre fahren lassen, um unser Gepäck nicht aus den Augen zu lassen. *( Als wir alleine in den Ruaha gefahren sind und auf der Rückfahrt vom Strand zum Flughafen im Taxi mussten wir nicht aussteigen. Komische Regelung ! 😵 ) Und 3 Wochen Afrika ohne Koffer! Wir haben 1994 in Tansania vier Tage ohne Gepäck auskommen müssen, und das fanden wir schon schlimm. (Obwohl wir uns, als wir sie endlich wieder hatten, schon gefragt haben, was wir jetzt mit so viel Kleidung anfangen sollen? 🤪 )
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200714. Nov. 2016 ·
mulanje schrieb:Lighthouse Beach Lodge , bin gespannt wie es euch gefallen hat wir waren voor 2 jahren dort. Gilt als geheimtip wegen seiner strande und abgeschiedenheit
Antwort: Es war wirklich sehr einsam und abgeschieden und hat uns genau deswegen richtig gut gefallen. Ich hoffe Euch auch damals? Mehr dazu gibt es im nächsten Teil des meines Reiseberichts.
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200714. Nov. 2016 ·
Lieber Karsten,
schön, dass Du bei unserer Reise auch dabei bist. 🙂 Wir rutschen alle etwas zusammen, dann ist noch Platz. 😉
Ich habe mir gestern auch noch Deinen spannenden Reisebericht von Südtansania durchgelesen. Die Beschreibungen von der Fähre und natürlich die schönen Bilder von Tandala und dem RuahaNP haben direkt Erinnerungen wachgerufen. Übrigens haben wir zwischen der Amani Beach Lodge, wo Ihr wart und der Lighthouse Beach Lodge geschwankt. Ich glaube beides ist einen Kurztrip wert. Die Strände sahen vergleichbar schön aus. Heftig, dass Ihr vier Platten in 24h hattet... 🙄 Da muss man wohl Nerven bewahren.
Ja, drei Wochen ohne Koffer im Botswana/Samiba in 2009 waren wirklich eine Herausforderung!!! 😵 Zumal der 25 Kilo schwere Koffer mit all meiner Sommergarderobe nie wieder aufgetaucht ist. 😠 Dieser ist vermutlich bereits auf dem Zwischenstop in London Heathrow gestohlen worden. Glück im Unglück, dass ich mit zwei Freundinnen unterwegs war, von denen ich mir einiges leihen konnte. Hinterher weiß man, dass auch vier T-Shirts und zwei kurze Hosen für den Urlaub völlig ausreichen können. 😎
Flash20101’425 Beiträge · seit 201514. Nov. 2016 ·
Liebe Kristina,
Mädelsurlaub? Da bin ich natürlich dabei!!! 😎 Also dein Erlebnis mit dem gestohlenen Koffer ist auch eine meiner Horrorvorstellungen. Und eure Schilderungen von der Fähre, na das möchte ich auch nicht unbedingt erleben. Zumal das mit reichlich Übermüdung ja noch mehr auf die Nerven schlägt.
Du schriebst: " Glück im Unglück, dass ich mit zwei Freundinnen unterwegs war, von denen ich mir einiges leihen konnte. Hinterher weiß man, dass auch vier T-Shirts und zwei kurze Hosen für den Urlaub völlig ausreichen können. 😎 " Wir waren damals zu viert, und alle hatten wir nur unser Handgepäck, in dem wir glücklicherweise die wichtigsten Sachen hatten, nämlich unsere Bücher. * Roy Safaris (mit denen wir die Tour gemacht hatten) schenkte jedem von uns ein T-Shirt ("Roy Safaris - we go through every measure to give you wild pleasure!"), das konnten wir immer abwechselnd mit dem getragenen als Handtuch benutzen. Geschäfte hatten alle geschlossen, es war Weihnachten '94. Die Mädels haben sich dann an einem Straßenstand Unterhosen gekauft, auch wenn unser Fahrer warnte, es seien gebrauchte. Mein Bruder und ich haben die gewaschenen Unterhosen während der Fahrt zum Fenster rausgehalten, damit der Fahrtwind sie trocknet. 🤩
* (Das gab Jahre später noch mal Anlass zu einem Lacher: Wir saßen mit einer Gruppe Engländer um ein Lagerfeuer und jeder erzählte, was er so Merkwürdiges erlebt hatte in Afrika. Véro erzählte also diese Geschichte und schloss mit: "It was quite fun with sex books in Africa." Verlegenes Gehüstel der Engländer, das sich dann in Gelächter auflöste, als ich erklärte, dass meine Frau als Französin Probleme mit der Aussprache des Wortes "six" hätte 😄 !)
Entschuldige bitte die lange Abschweifung in Deinem RB.
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200715. Nov. 2016 ·
Guten Morgen zusammen,
@Picco: schön, dass Du jetzt auch dabei bist. 🙂
@Laura: Noch eine weibliche Verstärkung mehr, super. 🙂 Ja, durch die Übermüdung und die Dunkelheit war das Erlebnis mit der Fähre gefühlt schlimmer, als es eigentlich war. Ist ja eigentlich nichts passiert, außer das wir lange warten mussten. 😉
@Karsten: Deine Story hört sich wirklich abenteuerlich an. "Die gewaschenen Unterhosen während der Fahrt zum Fenster rausgehalten, damit der Fahrtwind sie trocknet." 🤩 Das musste ich ja wirklich lachen, obwohl Euch damals sicher nicht nach Lachen zu Mute war. Ganz so heftig hatte ich es dann doch nicht. Aber meine paar geliehenen Wechselsachen habe ich auch unzählige Male zwischendurch gewaschen. Von einem Markt in Sambia habe ich mir unter anderem auch drei Nummern zu große Blümchenunterwäsche und einen schrecklich häßlichen Bikini kaufen müssen. So ganz ohne Koffer muss man nehmen was man kriegt. 😉
So, dann versuche ich nochmal schnell den nächsten Teil einzustellen, bevor es zur Arbeit geht.
tina76Themenstarter796 Beiträge · seit 200715. Nov. 2016 ·
04.09.2016 – Entspannung pur in unserer afrikanischen „Finca“
Nach dem wohlverdienten Ausschlafen und Aufwachen im bequemen Bett unterm großen Moskitonetz fühlen wir uns so richtig angekommen in Afrika. Herrlich, man hört sogar das Meer rauschen von hier! 😁 Der Bungalow hat nämlich keine Scheiben, sondern nur Vorhänge (und netterweise ein Mückengitter) im Fenster. Der Start gestern war ja noch etwas holprig, aber ab jetzt wird mit vollen Zügen jeder Moment ausgekostet und genossen. Schließlich muss man von den schönen Erinnerungen an ferne Länder zu Hause wieder monatelang zehren… War gestern eigentlich irgendwas? 😎 Jetzt können wir sogar schon über unsere Hasenfüßigkeit auf der Fähre schmunzeln.
Genießen können wir auf jeden Fall schon einmal, dass wir gestern Abend - als einzige Gäste für die nächsten zwei Tage - noch ein kostenloses Upgrade auf den größten und nach Aussage des Managers schönsten Bungalow der Anlage bekommen haben, eben das „Village Palace“. Eigentlich eine Unterkunft für eine Familie mit zwei Schlafzimmern und einer riesengroßen Terrasse mit toller Aussicht…
Und tollem, bequemen Faulenzersofa (dies wird unser Lieblingsplatz für die nächsten zwei Tage zum Quatschen, Füße hochlegen, Lesen und abends ein Gläschen Wein trinken).
und Hängematte…
Und einem großen Tisch, wo uns morgens das leckere Frühstück und abends das ebenso leckere Abendessen kredenzt wird. Und das alles auf der eigenen Terrasse!!! Toll, man fühlt sich ganz privat und ungestört, gerade so als hätte man ein eigenes Ferienhaus gemietet. So lässt es sich leben.
Übrigens gibt es auch ein kleines Restaurant direkt hinter den Bungalows. Da außer uns aber niemand da ist, ist es eben viel gemütlicher den großen Tisch bei uns zu nutzen. Jeder Bungalow ist individuell gestaltet und einige haben auch noch eine kleine Dachterrasse. In diesem kleinen Paradies stört der fehlende Handy- und W-LAN-Empfang so überhaupt gar nicht.
Getoppt, wird das Ganze nur noch davon, dass wir (außer am ersten Morgen, dann reisen die einzigen anderen Gäste ab) auch noch den ganzen Strand für uns haben! Wow, fast ein bisschen unwirklich. Sowas hatten wir beide noch niemals nie. Man fühlt sich wie ein VIP, da uns (je nach Wunsch) sogar das Mittagessen unten am ca. 5 Minuten entfernten Strand serviert wird. Das Lighthouse Beach Resort liegt nämlich auf einer Klippe und man muss einen kleinen Dschungelpfad nehmen, bis man den Strand erreicht. So hat man auf jeden Fall etwas Bewegung vom Faulenzen am Strand zum Faulenzen auf der Terrasse unseres Bungalows.
Für die ganz Fußlahmen, gibt es auch noch einen bequemen Sitz zum Ausruhen für unterwegs.
Nur ab und an, gehen ein paar einheimische Fischer am Strand entlang, die sich aber nicht für die zwei bleichgesichtigen Touristinnen unter ihren Sonnenschirmen interessieren. Nervige Beachboys sind dem Himmel sei Dank überhaupt keine vorhanden. 😄 So können wir den Blick aufs Meer und das angenehm warme Wasser ganz ungestört genießen und – von zwei Badepausen unterbrochen - stundenlang komatös auf unseren Liegen ruhen. Das brauchen wir heute irgendwie.
Den perfekten Tag lassen wir mit einem Glas Rotwein für Serap und Weißwein für mich ausklingen. Unsere einzigen Gäste sind dabei eine kleine, dünne Bettelkatze und ein ebenso magerer Hund, die sich – unerlaubterweise - über ein paar Brocken von unserem viel zu reichlichen Essen freuen durften. Warum müssen Hunde auch immer so traurig gucken können…davon werde ich doch sofort windelweichgekocht…echt eine Gemeinheit. 😊 Leider gibt es von unseren tierischen Besuchern keine Bilder, da es schon viel zu Dunkel war. Gute Nacht!